12. Dezember 2025 in World
Unser Nikolausfeier 2025
In gemütlicher Runde haben sich unsere Oldtimerfreunde zur diesjährigen Nikolausfeier getroffen. Bei …
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Unser R4 stammt aus Ibiza. Er gehörte dem Nachbarn eines Freundes und wurde meistens als Handwerkerauto für eine Schreinerei benutzt. Beim Kauf in Spanien war das Auto fahrbereit und zugelassen: allerdings ziemlich verbeult mit einigen äußerlich sichtbaren Roststellen und abgelaufenem ‚spanischem TÜV‘, doch grundsätzlich in Ordnung. Ursprünglich wollten wir das Auto auf eigener Achse nach Deutschland fahren, aber der Corona-Lockdown in Frankreich machte uns einen Strich durch die Rechnung. Zum Glück fanden wir eine Spedition, die den R4 zu einem sehr akzeptablen Preis zu uns brachte.
Bei einer genaueren Inspektion in Deutschland zeigte sich dann aber, dass Etliches zu tun war. Die auf den ersten Blick relativ harmlose Roststelle unter dem Hauptbremszylinder entpuppte sich in Wirklichkeit als ‚Karies unter der Plombe‘, das heißt ein wichtiger Träger war durchgerostet. Das blieb aber nicht die einzige Überraschung. Am Rahmen waren noch einige größere Schweißarbeiten notwendig und die Kotflügel rundum hatten auch viele Beulen und kleine Roststellen. Auch die Ladefläche im Kofferraum hatte sehr gelitten, weil offensichtlich zum Teil ätzende Chemikalien transportiert wurden. Schnell wurde klar, dass eine komplette Restaurierung am meisten Sinn machte. Letztendlich wurde der R4 von Grund auf neu aufgebaut: neue Bremsen und Bremsleitungen, neue Antriebswellen, neue Benzinleitungen, vier neue Kotflügel, Felgen sandstrahlen und pulverbeschichten, neue Reifen, Sitze neu polstern und beziehen, außen komplett Lackieren und so weiter. Der Arbeitsaufwand hierfür betrug rund 900 Stunden.
Die Ersatzteillage für dieses Auto ist im Großen und Ganzen sehr gut. Allerdings war es nicht immer einfach, für den spanischen FASA-R4 die richtigen Teile zu bekommen. So war es zum Beispiel fast nicht möglich, die richtig Innenbeleuchtung zu finden, und die im Original montierten Zierleisten gab es gar nicht.